Du weißt jetzt, wie du deine Adsets Persona-basiert strukturierst und warum Creative Diversity wichtig ist. Aber wie viele Adsets kannst du dir mit deinem Budget überhaupt leisten? In diesem Beitrag erfährst du die wichtigsten Regeln, um dein Budget optimal auf Adsets zu verteilen – egal ob du 30€ oder 2.000€ pro Tag investierst.
So strukturierst du Adsets bei kleinem Budget (unter 100€/Tag)
Die Formel: Maximale Anzahl Adsets = Budget ÷ 15€
Beispiele:
Tagesbudget | Maximale Adsets |
30€ | 2 Adsets |
50€ | 3 Adsets |
75€ | 5 Adsets |
Wichtig: Dies ist das Maximum, nicht die Empfehlung. Bei Direct Response ist weniger oft mehr. Start mit 1-2 Adsets ist meist besser.
Die CPA-Regel für größere Budgets (über 100€/Tag)
Hast du ein größeres Budget zur Verfügung, ändert sich die Berechnung:
Die Formel: Maximale Anzahl Adsets = Budget ÷ CPA
Beispiele:
Tagesbudget | CPA | Maximale Adsets |
500€ | 50€ | 10 Adsets |
2.000€ | 150€ | 13 Adsets |
2.000€ | 250€ | 8 Adsets |
Warum funktionieren diese Regeln?
Die Erklärung liegt in der Lernphase von Meta:
Jedes Adset braucht genug Budget, um aus der Lernphase zu kommen:
- Neue Lernphase: 10 Conversions in 3 Tagen
- Alte Lernphase: 50 Conversions in 7 Tagen (für große Accounts gedacht)
Meta wurde für große Unternehmen mit 50+ Conversions pro Tag entwickelt. Kleine Accounts müssen anders strukturieren.
Der Meta-Kontext
Meta entwickelte diese Struktur ursprünglich für Unternehmen, die bereits ein funktionierendes Business haben mit:
- Tausenden Conversions (Gesetz der großen Zahlen)
- Stabilen Conversion Rates (z.B. 1,5% bleibt konstant bei 1,5%)
- Großen Budgets (mehrere Tausend Euro/Dollar pro Tag)
Bei kleineren Accounts mit weniger Daten sind Conversion Rates viel volatiler, daher müssen wir die Struktur anpassen.
Von Audience Targeting zu Creative Targeting: Die Evolution von Meta Ads
Um die heutigen Best Practices zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Entwicklung:
Vor 2018: Audience Targeting
- Erfolg hing von präziser Zielgruppen-Definition ab
- Interessen, Lookalikes, Custom Audiences
- „Je besser dein Targeting, desto besser deine Performance"
Ab 2018: Creative Targeting (seit iOS 14.5 noch wichtiger)
- Meta führte CPM-basierte Optimierung ein
- „Creatives sind das neue Targeting"
- Der Algorithmus lernt exponentiell durch Creative-Performance
- Bessere Creatives = bessere Reichweite = niedrigere Kosten
Die Zukunft (ab ~2026): Business als Targeting
- Integration von Google, WhatsApp, APIs
- Bevorzugung von Businesses mit den meisten Touchpoints
- Nicht nur Creative, sondern gesamte Customer Journey zählt
Wo wir heute stehen: Deutschland hinkt 5-7 Jahre hinterher. Viele Marketer entdecken gerade erst „Creatives sind wichtig", während die USA bereits am nächsten Level arbeiten.
Direct Response vs. Persuasive Marketing: Welche Strategie passt zu dir?
Die Anzahl der Adsets hängt auch davon ab, wie schnell deine Zielgruppe konvertiert:
Direct Response (schnelle Conversion)
- Nutzer kaufen sofort oder innerhalb weniger Stunden
- Beispiel: Impulskauf, Produktangebot mit starkem Preis-Vorteil
- Strategie: Wenige Adsets (1-3), wenige Ads pro Adset (1-5)
- Grund: Eine starke Ad reicht, um zur Conversion zu führen
Persuasive Marketing (langsame Conversion)
- Nutzer brauchen Tage/Wochen zur Entscheidung
- Beispiel: B2B-Software, hochpreisige Kurse, komplexe Dienstleistungen
- Strategie: Mehr Adsets (bis zur Budget-Obergrenze), mehr Creative Diversity
- Grund: Mehrere Touchpoints nötig, um zu überzeugen
Faustregel: Je näher du am Direct Response bist, desto weniger Adsets brauchst du. Je mehr du überzeugen musst über Zeit, desto mehr Creative Diversity ist nötig.
Fazit: Die 3 wichtigsten Takeaways
- Unter 100€ Tagesbudget: Teile dein Budget durch 15€ – das ist deine maximale Adset-Anzahl. Starte aber lieber mit 1-2 Adsets.
- Über 100€ Tagesbudget: Nutze die CPA-Regel (Budget ÷ CPA), um deine Adset-Struktur zu planen.
- Weniger ist mehr: Bei Direct Response brauchst du weniger Adsets. Nur bei Persuasive Marketing lohnt sich mehr Creative Diversity.
Dein nächster Schritt: Öffne deinen Ads Manager und prüfe, ob deine aktuelle Adset-Struktur zu deinem Budget passt. Konsolidiere im Zweifel – du wirst sehen, dass deine Performance steigt.
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