Du fragst dich, wie du deine Adsets bei Meta Ads am besten strukturierst? Die Antwort liegt in einem einfachen Prinzip: Singularität bei Zielgruppen, Diversität bei Creatives. Hier erfährst du, was das bedeutet, warum der Algorithmus so funktioniert und wie du es in der Praxis umsetzt.
Das Kernkonzept
Datensingularität bei Zielgruppen ist gut, Creative Diversity bei Anzeigen ist gut. Das Gegenteil ist jeweils schlecht.
Bei Daten (Zielgruppe)
- ✅ Singularität ist gut – Möglichst gleiche Art von Menschen pro Adset
- ❌ Diversität ist schlecht – Verschiedene Personas im selben Adset verwirren den Algorithmus
Bei Creatives (Anzeigen)
- ✅ Diversität ist gut – Verschiedene Formate, Angles, Hooks pro Adset
- ❌ Singularität ist schlecht – Zu ähnliche Ads konkurrieren um dasselbe Budget
Warum funktioniert das so?
Meta arbeitet mit maschinellem Lernen. Der Algorithmus lernt exponentiell, wenn die Datensignale stark genug sind.
Was bedeutet „exponentiell lernen"?
Der Algorithmus sammelt Daten über das Verhalten der Nutzer: Wer klickt? Wer kauft? Wer scrollt weiter? Mit jeder Interaktion wird das Bild klarer. Je eindeutiger die Zielgruppe, desto schneller erkennt der Algorithmus Muster – und desto präziser kann er die Anzeigen an die richtigen Menschen ausspielen.
Was ist ein „starkes Datensignal"?
Ein starkes Signal entsteht, wenn die Reaktionen der Nutzer eindeutig zuordenbar sind. Wenn alle Menschen in einem Adset ähnliche Merkmale haben (z. B. Frauen, 30–40, interessiert an Mode), kann der Algorithmus klar erkennen: Diese Anzeige funktioniert bei dieser Gruppe.
Bei gemischten Zielgruppen entstehen schwache Signale: Der Algorithmus sieht zwar Klicks und Käufe, kann aber nicht zuordnen, welcher Nutzertyp reagiert hat. Das Ergebnis: Er lernt langsamer oder gar nicht.
Was passiert bei „verwirrtem" Algorithmus?
Wenn verschiedene Personas im selben Adset sind, bekommt der Algorithmus widersprüchliche Daten. Eine Anzeige funktioniert bei Frauen, eine andere bei Männern – aber beide laufen im selben Adset. Der Algorithmus kann nicht unterscheiden, welche Anzeige für wen funktioniert.
Die Folge: Der Algorithmus verteilt das Budget nach dem Zufallsprinzip. Gut funktionierende Kombinationen werden nicht erkannt. Die Lernphase dauert länger oder endet ohne klares Ergebnis.
Warum ist zufällige Budgetverteilung schlecht?
Ohne klare Signale verteilt Meta das Budget gleichmäßig auf alle Anzeigen – unabhängig davon, ob sie funktionieren oder nicht. Geld fließt in Anzeigen, die nicht performen. Gleichzeitig bekommen erfolgreiche Anzeigen nicht genug Budget, um zu skalieren. Das Ergebnis: höhere Kosten pro Ergebnis und verschwendetes Werbebudget.
Beispiel: E-Commerce
Kriterium | ❌ Schlecht | ✅ Gut |
Aufbau | Ein Adset mit Ads für Männer, Frauen und Kinder | Separate Adsets pro Persona |
Persona-Erkennung | Meta erkennt keine klare Persona | Meta lernt genau, welche Persona wie reagiert |
Budget-Verteilung | Zufällig | Optimiert pro Zielgruppe |
Algorithmus | Kann nicht optimieren | Lernt schnell und präzise |
In der Praxis: Erstelle für jede Persona ein eigenes Adset – z. B. T-Shirts für Frauen, T-Shirts für Männer, T-Shirts für Kinder. Innerhalb jedes Adsets nutzt du dann verschiedene Creatives (Formate, Angles, Hooks).
Fazit
Merke dir: Halte deine Zielgruppen pro Adset homogen (Singularität) und variiere deine Creatives innerhalb des Adsets (Diversität). So gibst du dem Algorithmus klare Signale und vermeidest verschwendetes Budget.
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