Warum der CPA die Zukunft deiner Kampagne mitbestimmt (und warum eCPA/eROAS das letzte Wort haben)
Wenn wir Social-Media-Kampagnen aussteuern, schauen viele zuerst auf einen einzelnen Wert: den CPA (Cost per Acquisition / Kosten pro Conversion). Und ja – der CPA ist extrem wichtig, weil er für die Algorithmen hinter Meta, TikTok, LinkedIn & Co. eine zentrale Orientierung ist.
Aber: Der CPA wirkt nicht nur wie ein „Report-Wert“, sondern wie ein Signal an das System, welche Art von Conversions es zukünftig wahrscheinlicher findet und priorisiert. Genau darum geht es in der Grafik: um den Performance-Threshold.
1) Was bedeutet „Performance-Threshold“ überhaupt?
Der Performance-Threshold ist vereinfacht gesagt die Toleranzgrenze der Kampagne, welche CPA-Werte „normal“ oder „akzeptabel“ wirken.
Die Grafik zeigt:
Die Plattform optimiert im Regelfall darauf,
möglichst viele Conversions bei gleichzeitig geringsten Kosten pro Conversion zu erzielen.
Das ist wichtig, weil daraus eine Konsequenz entsteht:
✅ Wenn eine Kampagne überwiegend günstige Conversions erzeugt, „lernt“ der Algorithmus:
„Günstig ist realistisch – ich finde davon mehr.“
❌ Wenn eine Kampagne überwiegend teure Conversions erzeugt, „lernt“ der Algorithmus:
„Teuer ist normal – ich finde davon mehr.“
2) Warum beeinflusst der CPA zukünftige Ergebnisse?
Der Algorithmus bewertet nicht jede Conversion einzeln, sondern erkennt Muster:
- Welche Conversions passieren „leicht“?
- Welche Conversions sind „teuer“?
- Was scheint in diesem Setup realistisch reproduzierbar?
Damit wird der CPA zu einer Art Erwartungswert für die nächsten Schritte der Kampagne.
Genau das zeigen die vier Beispiele in der Grafik.
3) Die 4 Szenarien aus der Grafik – und was sie bedeuten
Beispiel 1: Nur günstige Conversions
Hier passieren fast ausschließlich günstige Conversions (grüne Punkte).
Die Aussage in der Grafik ist klar:
Die folgenden Conversions werden wahrscheinlich ebenfalls günstig.
Effekt: Der Algorithmus bleibt in einem günstigen Bereich stabil.
Beispiel 2: Nur teure Conversions
Hier passieren fast ausschließlich teure Conversions (rote Punkte).
Die Grafik sagt:
Die folgenden Conversions werden wahrscheinlich ebenfalls teuer.
Effekt: Der Algorithmus „gewöhnt sich“ an hohe Kosten und bleibt dort.
Beispiel 3: Mehr günstige Conversions (als teure)
In diesem Fall gibt es gemischte Ergebnisse, aber mehr günstige als teure Conversions.
Die Grafik sagt:
Die folgenden Conversions werden wahrscheinlich etwas günstiger.
Effekt: Der Kampagnen-Durchschnitt wird „nach unten gezogen“, und der Algorithmus wird wieder eher auf günstigere Ergebnisse konditioniert.
Beispiel 4: Mehr teure Conversions (als günstige)
Auch gemischt, aber mehr teure als günstige Conversions.
Die Grafik sagt:
Die folgenden Conversions werden wahrscheinlich etwas teurer.
Effekt: Der Durchschnitt verschiebt sich nach oben – und damit auch der tolerierte „Normalbereich“.
4) Der wichtigste Mechanismus: Der Durchschnitt verschiebt den Threshold
Die Grafik bringt es rechts oben auf den Punkt:
Sollte die Kampagne jedoch deutlich mehr teure Conversions generieren, verschiebt sich der Durchschnitt des CPA und damit auch die Toleranz der Kampagne nach oben.
Heißt konkret:
- Wenn viele Conversions teuer sind, steigt der Durchschnitt.
- Und wenn der Durchschnitt steigt, wirkt „teuer“ nicht mehr wie eine Ausnahme, sondern wie ein Standard.
- Dadurch kann die Kampagne zukünftig leichter wieder teure Conversions produzieren, weil das System sie als plausibel einordnet.
5) Warum CPA nie isoliert betrachtet werden darf: eCPA / eROAS als „Realitäts-Check“
Unten in der Grafik steht ein entscheidender Hinweis (Disclaimer):
Solange unser eCPA/eROAS konstant im grünen Bereich ist, sollte uns ein höherer Plattform-CPA nicht weiter stören.
Das bedeutet:
Auch wenn eine Plattform kurzfristig teurere Conversions liefert, ist das nicht automatisch schlecht – wenn deine globalen Ecosystem-Kennzahlen weiterhin passen.
Denn:
- Plattform-CPA zeigt nur, was die Kampagne innerhalb der Plattform gerade “sieht“
- eCPA / eROAS zeigen uns, ob das Ganze gesamtwirtschaftlich und tragfähig ist
👉 Genau deshalb müssen wir immer beides gemeinsam denken:
Plattform-CPA = Algorithmus-Signal (wie die Kampagne „lernt“)
eCPA/eROAS = Business-Wahrheit (ob es sich rechnet)
6) Wie wir den Threshold positiv beeinflussen Die Grafik zeigt links unten und rechts unten sehr klar, worum es geht:
Unsere Anzeigen, Landingpages, Social Media, etc. müssen so gestaltet sein, dass sie günstige Conversions überhaupt zulassen.
und
Wir sollten durch bessere Anzeige, Landingpages, Social Media, etc. dafür sorgen, dass die Kampagne wieder mehr günstige Conversions findet.
Das ist die wichtigste Stellschraube:
Nicht „an den Einstellungen der Kampagne oder Anzeigengruppen herumbasteln“, sondern die Bedingungen so verbessern, dass günstige Conversions wieder häufiger möglich sind.
Praktisch heißt das:
- Bessere Anzeigen → mehr passende Klicks, weniger Streuverlust
- Bessere Landingpages → weniger Abbrüche, mehr Abschlüsse
- Besseres Social Media / Angebot / Messaging → mehr Vertrauen, mehr Conversion-Bereitschaft
Wenn dadurch mehr günstige Conversions entstehen, passiert automatisch:
✅ Durchschnitt sinkt
✅ Threshold sinkt
✅ Algorithmus lernt wieder „günstig ist möglich“
✅ zukünftige Ergebnisse werden wahrscheinlicher günstiger
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