Das Missverständnis: Ein niedriger CPM ist gut, weil ich mehr Reichweite für mein Geld bekomme. Falsch. Im B2B zeigt ein niedriger CPM, dass du die falschen Leute erreichst.
Einordnung: Meta Ads Optimierung – Kennzahlen richtig interpretieren
Das Problem
Du schaltest B2B-Anzeigen auf Meta und freust dich über einen CPM von 15€. Günstige Reichweite, denkt man. Aber die Leads, die reinkommen, sind Schrott. Unqualifiziert. Keine Kaufkraft. Keine Entscheidungsbefugnis.
Der Fehler: Du interpretierst den CPM wie im B2C. Dort ist günstiger CPM tatsächlich gut – weil die Zielgruppe groß ist. Im B2B ist es umgekehrt.
Typische Symptome:
- CPM unter 30€
- Viele Klicks, aber kaum qualifizierte Leads
- Hohe Reichweite, niedriges Engagement
- Leads, die nicht zur Zielgruppe passen
Warum niedriger CPM im B2B ein Problem ist
Das Prinzip: Der CPM zeigt, wie spezifisch deine Anzeige die Zielgruppe trifft. Je nischiger die Audience, desto höher der CPM – weil weniger Menschen in Frage kommen.
Meta ist eine B2C-Plattform. Der Algorithmus optimiert darauf, deine Anzeige so vielen Menschen wie möglich zu zeigen, die darauf reagieren könnten. Wenn deine Anzeige zu allgemein formuliert ist, zeigt Meta sie jedem, der sich vage dafür interessieren könnte.
Das Ergebnis: Günstige Reichweite bei den falschen Leuten.
Die Logik dahinter:
- B2B-Zielgruppen sind klein (Geschäftsführer, Einkäufer, Spezialisten)
- Je kleiner die Zielgruppe, desto mehr muss Meta pro 1.000 Impressions verlangen
- Ein CPM von 50-100€ kann im B2B völlig normal sein
- Ein CPM unter 30€ deutet darauf hin, dass zu viele Nicht-Zielgruppen erreicht werden
Die Lösung
Schritt 1: CPM als Qualitätssignal verstehen
Hör auf, den CPM isoliert zu betrachten. Setze ihn in Relation zu deiner Lead-Qualität:
Niedriger CPM + schlechte Lead-Qualität = Ansprache zu breit
Hoher CPM + gute Lead-Qualität = Targeting funktioniert
Schritt 2: Anzeigen spezifischer gestalten
Der CPM steigt, wenn du:
- Branchenspezifische Begriffe verwendest, die nur Insider verstehen
- Qualifizierende Aussagen in den primären Text packst
- Bilder verwendest, die nur für die Zielgruppe Kontext haben
Schritt 3: Den richtigen Benchmark setzen
Orientierung für B2B CPMs:
- Unter 30€: Wahrscheinlich zu breit, prüfen
- 30-50€: Normaler Bereich
- 50-100€: Bei sehr spezifischen Nischen erwartbar
- Über 100€: Extrem spezifische Zielgruppe, kann trotzdem profitabel sein
Die wichtigsten Regeln
- CPM im B2B ist kein Kostenfaktor, sondern ein Qualitätssignal. Ein hoher CPM zeigt, dass du eine spezifische Zielgruppe erreichst.
- Niedriger CPM bedeutet breite Streuung. Wenn dein CPM unter 30€ liegt, erreichst du wahrscheinlich zu viele Menschen außerhalb deiner Zielgruppe.
- Die richtige Frage ist nicht "Wie senke ich den CPM?" sondern "Erreiche ich die richtigen Leute?" Optimiere auf Lead-Qualität, nicht auf Reichweiten-Effizienz.
Einsteigerfreundlich erklärt
Stell dir vor, du verteilst Flyer für ein Produkt, das nur Bäcker brauchen.
Option A: Du stellst dich in die Fußgängerzone und verteilst 1.000 Flyer für 10€. Günstig. Aber 999 Leute werfen den Flyer weg, weil sie keine Bäcker sind.
Option B: Du gehst zur Bäcker-Fachmesse und verteilst 100 Flyer für 50€. Teurer pro Flyer. Aber 80 davon landen bei echten Bäckern.
Der CPM ist dein "Preis pro 1.000 Flyer". Im B2B willst du Option B – auch wenn es teurer aussieht.
Nächster Schritt: Prüfe deine aktuellen B2B-Kampagnen. Liegt der CPM unter 30€? Dann schau dir an, ob deine Anzeigentexte und Bilder spezifisch genug sind, um Nicht-Zielgruppen abzuschrecken.
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